Die Hyundai Motor Group setzt bei ihrer globalen Produktionsdigitalisierung auf Canias ERP – und damit auf ein System, das komplexe Fertigungsprozesse über Ländergrenzen hinweg zuverlässig integriert. Die Zusammenarbeit zwischen IAS und der Hyundai Motor Group begann in Südkorea und wurde seitdem auf mehrere Standorte ausgeweitet, darunter Kasachstan, Malaysia und Saudi-Arabien. Mit rund 200 beteiligten Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie der Koordination über internationale IAS‑Niederlassungen zählt dieses Projekt zu den umfangreichsten grenzüberschreitenden ERP‑Implementierungen in der Unternehmensgeschichte.
Branchenkontext: Transformation einer 2,75‑Billionen‑Dollar‑Industrie
Die Automobilindustrie, deren Marktvolumen 2025 auf rund 2,75 Billionen US‑Dollar geschätzt wurde, befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Laut der KPMG Global Automotive Executive Survey erwarten 36 % der Branchenverantwortlichen eine grundlegende Transformation ihrer Geschäftsmodelle innerhalb der nächsten drei Jahre.
Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem:
- 86 % der Hersteller investieren massiv in neue Technologien wie künstliche Intelligenz
- 77 % setzen auf strategische Partnerschaften als Basis für nachhaltiges Wachstum
Die Entscheidung der Hyundai Motor Group, ihre Produktionsprozesse mit Canias ERP zu digitalisieren, basiert auf der langjährigen Erfahrung von IAS und den kontinuierlichen Investitionen in moderne Fertigungs‑ und Digitalisierungstechnologien wie ERP‑Integration und Industrie4.0.
Projektumfang und Zeitplan
Der Übergang in die Entwicklungsphase erfolgte im April 2024 mit der Unterzeichnung des Proof‑of‑Concept‑Abkommens. Südkorea fungierte als operatives Zentrum, während das Projekt als gemeinsame Initiative von IAS und der Hyundai AutoEver – der Software‑Einheit der Hyundai Motor Group – strukturiert wurde.
Während der 18‑monatigen Implementierung wurden:
- über 100 Systemintegrationen realisiert
- mehr als 100 internationale Dienstreisen durchgeführt
- über 1.000 Projektdokumente erstellt
Ziel war es, die CKD‑Fahrzeugproduktion (Completely Knock Down) der Hyundai Motor Group vollständig auf die Canias ERP Plattform zu übertragen und damit eine moderne, skalierbare und global einsetzbare Produktionsarchitektur zu schaffen.
Geografische Expansion
Der erste Go‑Live erfolgte im Juli 2025 im Werk von Hyundai Motor in Malaysia. Im Oktober 2025 folgten parallele Produktivstarts bei:
- Kia Kasachstan
- Hyundai Motor Saudi‑Arabien
Die modulare Architektur von Canias ERP ermöglichte es, unterschiedliche gesetzliche Anforderungen, Fertigungsmodelle und lokale Besonderheiten über eine einzige, einheitliche Plattform abzubilden – ein entscheidender Vorteil für global agierende Hersteller.
Das erste Fahrzeug auf der neuen Infrastruktur
Ein besonderer Meilenstein wurde im Werk der Hyundai Motor Group in Kasachstan erreicht: Der erste Kia Sorento wurde vollständig über die neue Canias‑ERP‑gestützte Produktionsinfrastruktur gefertigt.
Zur Feier des Projektabschlusses veranstaltete IAS ein Event im historischen Kibrithane‑Gebäude in Istanbul. Ingenieurinnen, Ingenieure und Projektverantwortliche, die maßgeblich zur Implementierung beigetragen hatten, signierten das Fahrzeug – ein symbolischer Moment für die erfolgreiche digitale Transformation.
Can Hakan Karabiber, Deputy Chairman & CEO von IAS, bezeichnete das Projekt als
„eine der bedeutendsten internationalen Signaturen der Canias‑Digitalisierungsprodukte.“
Strategische Bedeutung
Diese Zusammenarbeit vereint die operativen Ziele der Hyundai Motor Group in Asien und dem Nahen Osten unter einer einzigen ERP‑Plattform. Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig internationale Softwarepartnerschaften für die Zukunft der Automobilindustrie geworden sind – insbesondere in Zeiten globaler Produktionsnetzwerke und digitaler Fertigungsstrategien.